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Schon als Kind habe ich gerne mit Lego und Playmobil gespielt und auch meine Sandburgen sollen schon im Kindergarten ganz gut gewesen sein, berichtet meine Mutter.  So war es, nachdem auch noch Kunst und Mathematik meine besten Fächer in der Schule waren, quasi logisch, Architekt zu werden.

Für mich war es schon immer eine herausfordernde Aufgabe mich mit dem Gebäudebestand auseinander zu setzen, insbesondere Denkmäler und Sanierungs- bzw. Revitalisierungsimmobilien, die einer neuen Nutzung mit Schwerpunkt Wohnen überführt werden.

Noch während meines Studiums durfte ich ein Konzept für ein historisches Ämtergebäude in Ottobeuren im Allgäu mit 27 Wohnungen entwickeln. Danach war ich an der Revitalisierung von diversen komplexen Denkmälern in Bad Tölz, u.a. in der berühmten Marktstraße, historischen Industriegebäuden bzw. – Arealen in Forchheim und Bamberg, sowie Bürogebäuden und Arealen in Dresden, Landshut, Amberg und Leipzig beteiligt.

Meine Philosophie hierbei ist stets die Potentiale zu erkennen, um eine angemessene Nutzung mit Kreativität zu entwickeln und individuellen Wohnraum zu schaffen. Die historische Bausubstanz gilt es hierbei zu erhalten soweit möglich und mit zeitgenössischen Elementen, Details und Materialen und neuester Gebäudetechnik zu ergänzen.

Architektur muss immer Ausdruck der Zeit, Gesellschaft und Stand der Technik sein.

Eine reine Rekonstruktion lehne ich genauso ab wie übertriebenen und ideologisch motivierten Ökowahn. Vielmehr sollte stets der gesamte Lebenszyklus einer Immobilie bzw. der verwendeten Baumaterialen betrachtet werden.